Meißen, Domkirche, Domkirche, gefunden in Rasephas
Allgemein
Objekttyp:
Pilgerzeichen
Formtyp:
hochrechteckiger Gitterguss mit drei bekrönenden Dreiecken und drei Wappen als Fußleiste
Fundort:
Rasephas
Wallfahrtsort:
Meißen, Domkirche
Datierung:
1400
Technische Daten:
Höhe 63 mm, Breite (mit Ösen) 43 mm
Überlieferungsart:
Glockenabguss
Zitierlink:
https://www.pilgerzeichen.de/item/f23b37a2-f0a6-4f10-b8c8-ac73f1660011
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Beschreibung
Darstellung:
Das Zeichen entspricht im Aufbau dem Pilgerzeichen aus Prag, allerdings wird die Bekrönung nicht von einem krabbenbesetzten Bogen, sondern von drei Dreiecksgiebeln gebildet. In der Fußleiste finden sich ebenfalls drei Wappenschilde, allerdings stellt das mittlere den Löwen der Markgrafschaft Meißen dar, das linke bildet die Landsberger Pfähle der Wettiner ab. Im Bildfeld hält ein Papst (nicht Petrus) den Kreuzstab schräg, heraldisch von der rechten zu linken Seite und er hat in der zweiten Hand keinen Schlüssel, wie es auf dem Prager Zeichen der Fall ist. Vor dem Papst kniet ein Fürst, sehr wahrscheinlich in Harnisch und Beinzeug, was besonders in den Kniepartien deutlich wird, mit einem Mantel über seiner Schulter. In seiner linken Hand hält er eine Fahnenlanze.
Anmerkung:
Das Pilgerzeichen steht wahrscheinlich mit der meißner Jubiläumsnachfeier von 1394 im Zusammenhang.
Zustand:
unscharfer Abguss
Bibliographie
Literatur zu den Pilgerzeichen:
Jan Hrdina, Carina Brumme und Hartmut Kühne More Pragense? Die Prager Pilgerzeichen, die Jubiläumsnachfeiern 1393-1397 und die Pilgerzeichen mit Wappen am Ausgang des Mittelalters
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