Hülfensberg, Gehülfenkapelle, gefunden in Merseburg, Gotthardstraße 33
Allgemein
Objekttyp:
Pilgerzeichen
Formtyp:
rahmenloser Gitterguss, Kreuz mit schmalen Balken, die in kugelförmige Dreipässe auslaufen, gekrönter Gekreuzigter mit nach vorne erhabenem Gesicht (3-D-Form)
Fundort:
Merseburg, Gotthardstraße 33
Wallfahrtsort:
Hülfensberg
Datierung:
1450
Material:
Blei-Zinn
Technische Daten:
Höhe 65 mm, Breite 55 mm
Überlieferungsart:
Original
Inschrift:
?
Zitierlink:
https://www.pilgerzeichen.de/item/8bbd5b6d-65aa-4c2d-a18c-5fc204513290
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Beschreibung
Sammlung:
Kulturhistorisches Museum Merseburg, Inv. Nr. MS 90/2060a
Darstellung:
Der Gekreuzigte hängt an einem Kreuz mit schmalen Balken, deren Enden in kugelförmige Dreipässe auslaufen. Markant ist die Brustpartie mit stark ausgebildeten Rippenbögen und stilisierten Brustwarzen. Das Lendentuch bzw. der Herrgottsrock läuft zu beiden Seiten in lange Zipfel aus. Beine und Haupt ragen aus der Figur heraus, sind dabei aber zweidimensional gehalten. Die Dreidimensionalität der Gesamtkomposition verdankt sich offenbar der Herstellung in einer dreischaligen Gussform. Das Haupt ist mit einer Lilienkrone bekrönt.
Zustand:
fragmentiert, linke Seite strak beschädigt
Bibliographie
Literatur zu den Pilgerzeichen:
Carina Brumme / Hartmut Kühne
:
Pilgerzeichen mit Gekreuzigtem,
in: Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation. Katalog zur Ausstellung "Umsonst ist der Tod",
hg. von Hartmut Kühne/Enno Bünz/Thomas T. Müller,
Petersberg, 2013,
S. 167f.
Matthias Puhle (Hg.)
:
Hanse - Städte - Bünde. Die sächsischen Städte zwischen Elbe und Weser um 1500, Ausstellungskatalog Magdeburg/Braunschweig 1996,
Magdeburg, 1996