Magdeburg, Domkirche
Allgemein
Objekttyp:
Pilgerzeichen
Formtyp:
Gitterguß, fünfeckig, Spitzgiebel abschließend, 4 Ösen
Wallfahrtsort:
Magdeburg
Schlagworte:
Magdeburg, Domkirche, St. Mauritius, St. Petrus
Datierung:
1400
Material:
Blei-Zinn
Technische Daten:
45 mal 50 mm
Überlieferungsart:
Original
Zitierlink:
https://www.pilgerzeichen.de/item/173b2a2e-313e-48fc-a352-64089a78757a
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Beschreibung
Sammlung:
Muzeum Archeologiczne w Gdansku
Darstellung:
Das hochrechteckige, oben giebelförmig abschließende Feld ist in drei von Rundbögen begrenzten Nischen unterteilt. Unter diesen drei Nischen liegt quer ein weiteres Feld. In der (heraldisch) linken Nische steht frontal der hl. Mauritius. Er hält in seiner linken Hand senkrecht die Fahnenlanze, die Rechte hält den Schild mit Reichsadler vor den Unterkörper. Sein Haupt ist nimbiert. In Hüft- und Armhöhe führt eine Gußbrücke zur Rahmenarchitektur. Im Querfeld unter ihm befindet sich das Wappen der Magdeburger Kirche. In der mittleren Nische steht der hl. Petrus, die Figur - die größte der drei Heiligen - ist leicht beschädigt. Unter ihm im Querfeld das Wappen des römischen Stuhles. Die linke Nische zeigt eine Papstgestalt mit Tiara und Kreuzstab, unter ihr das Wappen Papst Bonifaz IX. Im Raum zwischen den Rundbögen und dem ehemals kreuzbekrönten Giebel sind mittig über St. Petrus die Reste einer Vera Ikon zusehen. Diese ist mit drei Gußbrücken an dem Rundbogen über der Petrusnische befestigt. Der Guß ist teilweise unsauber ausgeführt, so das Zwischen dem Schildern des Heiligen Stuhl und dem Bonifaz IX eine unbeabsichtigte Rückwand stehen geblieben ist. Ebenso zwischen der Nischenarchitektur und dem Haupt der Papstgestalt.
Zustand:
Im Giebelbereich beschädigt zwei Ösen fehlen.
Bibliographie
Literatur zu den Pilgerzeichen:
Paner, Anna und Henryk
:
Gdanszczanie na pielgrzymkowych szlakach w XIV i V wieku,
in: Gdansk Sredniowieczny - w Swietle najnowszych badan archeologicznych i historycznych,
Gdansk, 1998,
S. 167-183
Paner, Henryk
:
Gdańsk na pielgrzymkowych szlakach średniowiecznej Europy,
Danzig, 2016,
S. S. 210-212
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