St. Wolfgang am See
Allgemein
Objekttyp:
Pilgerzeichen
Formtyp:
Gitterguß, hochrechteckig oben mit kreuzbekröntem, stark zum Dreiecksgiebel tendierenden Kielbogen abschließend, vier Ösen ( Typ A I Variante 2, St. Wolfgang mit St. Benedikt und St. Michael.)
Wallfahrtsort:
St. Wolfgang am See
Schlagworte:
St. Wolfgang
St. Michael
St. Benedikt
Datierung:
1610
Technische Daten:
65 mal 44 mm
Überlieferungsart:
Original
Inschrift:
?S.BENE S.WOLFG.S.MICH?
Zitierlink:
https://www.pilgerzeichen.de/item/cb88d3c5-39c0-4ae6-b18f-2cb16f1a32f0
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Beschreibung
Sammlung:
Ried im Innkreis, Volkskundemuseum Inv.nr. V 3057
Darstellung:
Vier toskanische Säulen teilen das hochrechteckige Feld vertikal in drei gleichbreite Zonen, Die zwei äußeren Säulen sind in die Rahmenarchitektur eingebunden. Im heraldisch linken Feld der hl. Benedikt mit faltenreichen Ordenshabit, einen Krummstab in der Rechten haltend ? die Krümme rechts neben seinem Haupt berührt sowohl die Säule als auch den Nimbus, der Stab steht unten links neben dem Heiligen auf. Die Linke hält einen Becher. Der Heilige scheint Tonsur zu tragen, sein bloßes Haupt umgibt ein Ringnimbus, darüber schließt ein Doppelbogen, über dem ein spitz ovales Element steht, das Feld. Im mittleren Feld steht der hl. Wolfgang im Bischofsgewand mit Mitra. Seine Rechte hält den Krummstab ? die Krümme rechts neben seinem Haupt berührt die Säule als auch den Ringnimbus? und das Beil, die Linke das Kirchenmodel. Der Stab steht zwischen den Füßen des Heiligen auf. Die Situation über ihm gleich der über St. Benedikt im Nachbarfeld. Die geflügelte Gestalt des hl. Michael im rechten Feld ist in ein faltenreiches langes Gewand gehüllt und trägt in der linken Hand eine Waage. Die Rechte erhebt ein leicht gezacktes Schwert. Sein Haupt ist beschädigt und ebenfalls von einem Ringnimbus umgeben. Die Gestaltung über der Figur ist analog zu den beiden anderen Die drei Figuren stehen auf je einem niedrigen Podest. Darunter schließt sich ein dreigeteiltes Schriftfeld mit den abgekürzten Namen der Heiligen je unter der entsprechenden Figur an. Über den drei Nischen füllen zwei gegenläufige spiralförmige Elemente den verbleibenden Raum des Giebel. Sie verlaufen feldübergreifend hinter den Säulen.
Zustand:
Sehr gut, komplett erhalten.
Bibliographie
Literatur:
WACHA, Georg, Der hl. Wolfgang auf Wallfahrerzeichen, 1978, 263-270, S. 270 und Abb. 10